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© strassmaier 2002 - 2011
Stand: 27.05.2011
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Home > Tuning-Bereiche
> Dämpfungselemente
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Geometrie
Dämpfungselemente
Mechanischer
Aufbau
Reifen und
Felgen
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Dämpfungselemente
Unter Dämpfungselemente
werden die Gabel und das Federbein zusammengefasst.
Jedes Dämpfungselement besteht aus den Tuning-relevanten
Bestandteilen Hauptfeder, Druckdämpfung und Zugdämpfung.
Selbst bei einem Motorrad mit Seriendämpfungselementen,
die über akzeptable Kennlinien verfügen, kann
mit optimierten Federbestückungen eine wesentliche
Verbesserung der Federungscharakteristik und somit der
Fahreigenschaften erreicht werden.
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Die Hauptfeder
Dämpfungselemente
haben einen Gesamtfederweg, der sich aus dem Negativfederweg
und dem Positivfederweg zusammensetzt. Das Gesamtgewicht
(Motorrad + Fahrer) bestimmt in Abhängigkeit der
Hauptfederparameter (Federrate *) und Federvorspannung)
bei Stillstand den Negativfederweg, d.h. die Dämpfungselemente
federn bereits im statischen Zustand ein. Bei Straßenmotorrädern
werden in der Regel 30% als Negativfederweg und 70%
als Positivfederweg eingestellt.
Verlaufen Federkraft und Federweg beim Einfedern proportional,
bezeichnet man dieses Verhalten als lineare Federkennlinie.
Bei einem überproportionalem Anstieg der Federkräfte
spricht man von einer progressiven Federkennlinie.
Serienfedern sind in der Regel zu schwach ausgelegt.
Aus diesem Grund fühlen sich Fahrwerke zu weich
und schwammig an. Die Dämpfungselemente neigen
zum Durchschlagen. Bei einer zu hart ausgelegten Hauptfeder
wirken die Dämpfungselemente unsensibel mit schlechtem
Ansprechverhalten, unter Umständen wird zu wenig
Federweg genutzt.
*) Wird eine Feder einen definierten
Weg zusammengedrückt, entsteht die Federkraft,
die man auch Federrate nennt und in N/mm gemessen wird.
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| Hauptfeder |
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Hauptfedern
der Gabel |
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Hauptfedern
des Federbeins |
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Federbein |
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Um eine "neutrale" Federkennlinie zu erhalten,
ist das Gesamtgewicht (Motorrad -+ Fahrer + Gepäck)
maßgebend, d.h. um eine identische Federkennlinie
von beispielsweise 8,0 N/mm zu erhalten ist bei einem
geringeren Gesamtgewicht eine schwächere und bei
höherem Gewicht eine stärkere Feder notwendig.
Ausgehend von der ermittelten neutralen Federkennlinie
wird anhand des Fahrkönnens und den persönlichen
Vorzügen des Fahrers die individuelle Federkennlinie
ermittelt und die richtige Hauptfeder bestimmt. Nach Einbau
der Hauptfedern sollte das Motorrad nahezu synchron einfedern,
wobei Vorne eine etwas größere Einfederstrecke
anzustreben ist, da durch das Fahrergewicht auf der Sitzbankposition
hinter dem Schwingendrehpunkt die hintere Hauptfeder mehr
belastet wird.
Unabhängig von einer
Druck- und Zugstufeneinstellung sowie Federvorspannung
verhindert eine optimale Hauptfederwahl bei einem "Komfortfahrer"
ein riskantes "Aufschaukeln" beim Fahren.
Beim sportlichen Fahrer wirkt ein straffer ausgerichtetes
Federverhalten zusätzlich dem Durchschlagen entgegen.
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| Federvorspannung
an Gabel |
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Hydraulische
Federvorspannung |
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Mechanische
Federvorspannung |
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Mechanische
Federvorspannung |
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Druckdämpfung
Die Druckdämpfung vermindert die Einfedergeschwindigkeit,
die unter hohen dynamischen Belastungen auftritt, wirkt
mit einer Dämpfungskraft dem Einfedern entgegen
und ermöglicht so ein kontrolliertes Einfedern.
Mit einer Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit erhöht
sich überproportional die Einfedergeschwindigkeit,
die durch die Druckdämpfung kompensiert werden
muß. Die Hauptfeder kann den dynamischen Kräften
nicht entgegenwirken, dies übernimmt die Druckdämpfung.
Beim Überfahren einer Bodenwelle oder Durchfahren
einer Bodensenke soll die Unebenheit durch kontrolliertes
Einfedern abgefangen werden und ein Durchschlagen verhindern.
Weiterhin soll die Druckdämpfung in Zusammenarbeit
mit der Zugdämpfung einen ständigen Bodenkontakt
der Reifen mit der Straße gewährleisten.
Eine schlechte Druckdämpfungscharakteristik
zeichnet sich in vielen Fällen durch eine Unterdämpfung
(zu wenig Dämpfung) bei hoher Einfederungsgeschwindigkeit
und einer Überdämpfung (zu viel Dämpfung)
bei niederen Einfedergeschwindigkeiten aus. Dies ist
durch Messen der Dämpfungselemente und Aufzeichnen
der Kennlinien aufzeigbar. Weiterhin kann ein Reifenverschleiß
mit dem Merkmalen Flankenaufriß, Schuppenbildung
und sägezahnartiger Profilbildung (unterschiedlicher
Reifenverschleiß an den Profilübergängen)
auf eine schlechte Druck- und Zugdämpfung hinweisen.
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| Druckdämpfung
Gabel |
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Druckdämpfung
Federbein |
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Zug-
und Druckdämpfungs- ventile |
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Bei Dämpfungselementen
mit Druckdämpfungseinstellung kann die Dämpfungscharakteristik
(Über- und Unterdämpfung) in einem gewissen
Umfang geändert werden. Führen diese Änderungen
nicht zu dem gewünschten Ergebnis, müssen
weitergehende Maßnahmen in Betracht gezogen werden.
Modifikationen oder Ersatz durch höherwertigere
Druckdämpfungsventile und in seltenen Fällen
auch durch Austausch des Öls mit geänderter
Viskosität.
Die neue Dämpfergeneration
ermöglicht über getrennte High Speed und Low
Speed Einstellung eine einfedergeschwindigkeitsabhängige
Justierung.
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| High/Low
Speed-Justierung der Druckdämpfung vorne |
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High/Low
Speed-Justierung der Druckdämpfung hinten |
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Eine optimal eingestellte Druckdämpfung gewährleistet
ein sensibles Ansprechen bei niedrigen Geschwindigkeiten
und setzt bei hohen Geschwindigkeiten ausreichend große
Dämpfungskräfte frei um nicht notwendige Einfederwege
oder das Durchschlagen der Dämpfungselemente zu
verhindern.
Somit werden unerwünschte Radbewegungen oder schaukelartige
Bewegungen vermieden und ein ständiger Bodenkontakt
der Reifen mit optimalem Grip gefördert. Der Fahrer
erhält ausreichend Rückmeldung über die
Haftungsverhältnisse des Reifen
Zugdämpfung
Bei Beendigung des Einfedervorgangs
beginnt die Zugdämpfung zu wirken. Sie steuert
die Ausfedergeschwindigkeit, damit nach einem Einfedervorgang
- kontrolliert durch die Druckdämpfung - das Ausfedern
nicht unkontrolliert erfolgt. Die aufzuwendende Zugdämpfung
orientiert sich an den vorhandenen Federkräften
und wirkt somit dynamisch und muß beim Ausfedern
die federwegspezifischen unterschiedlichen Kräfte
kompensieren, um ein weitgehend homogenes, d.h. federwegunabhängiges
Ausfedern zu erreichen.
Nach erfolgtem Einfedervorgang z. B. beim Überfahren
einer Bodenwelle soll die Zugdämpfung ein unkontrolliertes
Ausfedern (zu schnell oder zu langsam) mit der Auswirkung
eines Überschwingens verhindern. Weiterhin soll
die Zugdämpfung in Zusammenarbeit mit der Druckdämpfung
einen ständigen Bodenkontakt der Reifen mit der
Straße gewährleisten.
Eine schlechte Zugdämpfungscharakteristik zeichnet
sich in vielen Fällen durch eine Unterdämpfung
(zu wenig Dämpfung) bei hoher Ausfederungsgeschwindigkeit
und einer Überdämpfung (zu viel Dämpfung)
bei geringen Ausfedergeschwindigkeiten aus. Dies ist
durch Messen der Dämpfungselemente und Aufzeichnen
der Kennlinien aufzeigbar. Weiterhin kann ein Reifenverschleiß
mit dem Merkmalen Flankenaufriß, Schuppenbildung
und sägezahnartiger Profilbildung (unterschiedlicher
Reifenverschleiß an den Profilübergängen)
auf eine schlechte Zug- und Druckdämpfung hinweisen.
Bei Dämpfungselementen mit Zugdämpfungseinstellung
kann die Dämpfungscharakteristik (Über- und
Unterdämpfung) in einem gewissen Umfang geändert
werden. Führen diese Änderungen nicht zu dem
gewünschten Ergebnis, müssen weitergehende
Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Modifikationen
oder Ersatz durch höherwertigere Zugdämpfungsventile.
Oftmals hilft auch der Austausch des Öls mit geänderter
Viskosität, dies hat jedoch auch Auswirkungen auf
die Druckdämpfung und muß ganzheitlich betrachtet
werden.
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| Justierung
der Zugstufe an der Gabel |
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Einstellung
der Zugstufe des Federbeins |
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Gabelinnenleben
der Zug- und Druckstufe |
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Mit einer optimalen Ausfedergeschwindigkeit sind folgende
Eigenschaften gewährleistet: guter Bodenkontakt
der Reifen mit Vermeidung eines Lenkerschlagens, sensibles
Ansprechverhalten auf dynamische Laständerungen,
gleichmäßiger Reifenverschleiß (in
Kombination mit der Druckdämpfung), kein Pendeln
über die Längsachse, kein Überschwingen
mit mangelnder Zielgenauigkeit und Handling beim Einlenken.
Dämpfertest mit der angelieferten
Einstellung
Der erste Test auf dem Prüfstand
dient der Feststellung der angelieferten Einstellung
der Dämpfungselemente. Es werden mehr als 1 Durchlauf
gefahren, um die Dämpfungselemente auf Betriebstemperatur
zu bringen und somit unrichtige Kennlinien, verursacht
duch Kalteigenschaften zu vermeiden.
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| Test
des Federbeins |
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Hydraulische
Federvorspannung |
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Ermittlung der Kennlinien |
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Geometrie
Dämpfungselemente
Mechanischer
Aufbau
Reifen und
Felgen
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