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Geometrie     Dämpfungselemente    Mechanischer Aufbau    Reifen und Felgen

 

Reifen und Felgen

Reifen, Felge und Bremsscheibe (das Rad) stellen die Verbindung zwischen Straße und Fahrwerk her.

 

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Reifendurchmesser, der die Parameter Nachlauf und Lenkkopfwinkel
beeinflusst.


Grundsätzlich hat der Reifendurchmesser (in der Höhe) wesentlichen Einfluß auf die Geometrie des Fahrwerks, d.h. auf den Lenkkopfwinkel, den Nachlauf, etc.. Hierbei ist zu beachten, daß der Reifendurchmesser bei gleicher Größenbezeichnung (z.B. 180/55-17) aber verschiedenen Herstellern unterschiedlich ausfallen kann. Die Unterschiede reichen von ca. 625 mm bis ca. 648 mm. Hierdurch kann man bei einer unbewußten Reifendurchmesseränderung durch Wechsel eines Reifenfabrikats eine Niveauänderung der Front- oder Heckhöhe herbeiführen und somit eine Fahrwerksverbesserung oder -verschlechterung verspüren.

In diesem Zusammenhang spielen die auftretenden Kreiselkräfte, die durch das Gewicht des Rades bestimmt werden, eine wichtige Rolle. Die Kreiselkräfte beeinflussen das Handling und das Bremsaufstellmoment (beim Bremsen in der Kurve gibt es Widerstände beim Umlegen des Motorrads, es versucht sich aufzustellen). Gewichtseinsparungen beim Rad sind in erster Linie durch den Einsatz einer Leichtbaufelge (Gewicht einer Serienfelge mit Bremsscheiben: ca. 7500 g) erreichbar. Das Reifengewicht schlägt nur mit ca 4000 g (beim Vorderreifen) zu Buche. Aus diesem Grund bietet sich eine Gewichtsoptimierung bei Felge incl. Bremsscheiben mit einem Einsparungspotential bis zu 3000 g an und bei Reifen durchschnittlich 400 g einsparen. Durch eine wesentliche Reduzierung des Radgewichtes ist eine Verbesserung des Handlings spürbar. Weiterhin wirkt sich ein geringeres Radgewicht positiv auf die Beschleunigungs- und Verzögerungsabschnitte aus.

Auch der Reifen hat mit seinen Eigenschaften Breite und Kontur wesentlichen Einfluß auf Handling und Grip. Ein breiter Reifen mit einer flachen Kontur führt zu einem schlechteren Handling, jedoch zu einem besseren Grip in Schräglage. Ein nicht so breiter Reifen mit spitzer Kontur verbessert das Handling, besitzt aber in Schräglage weniger Auflagefläche und somit weniger Grip. Die Felgenbreite beeinflusst in Zusammenhang mit der Reifenbreite die Konturbildung. Ein Straßenfahrer legt in der Regel Wert auf gutes Handling. Für einen Rennstreckenfahrer ist eine Kombination aus gutem Handling und gutem Grip wichtig.

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Messung des Reifenluftdrucks


Auch der Luftdruck hat wesentlichen Einfluß auf die Fahreigenschaften und sollte deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Durch einen zu niedrigen Luftdruck erhöht sich die Reifenaufstandsfläche, der Reifen muß erhöhte Walgarbeit leisten und somit erhöht sich die Reifentemperatur mit der Folge, daß die Reifenstabilität nachläßt. Hierdurch wird ein "schwammiges" Fahrgefühl vermittelt, der Reifenverschleiß steigt und die Eigendämpfung erhöht sich wesentlich mit der Folge, daß die Dämpfungseinstellungen nicht mehr korrekt sind. Durch zu hohen Luftdruck wird die Radaufstandsfläche kleiner, die Walgarbeit verringert sich und somit sinkt die Reifentemperatur mit der Folge, daß die notwendige Betriebstemperatur nicht erreicht, bzw. gehalten werden kann. Hierdurch vermindert sich der Grip, der Reifenverschleiß steigt, die Eigendämpfung verringert sich und somit ist die Dämpfungseinstellung nicht mehr korrekt.

Insbesondere für den Rennsportbereich werden Reifen mit unterschiedlichen Gummimischungen angeboten. Diese sind für ein Erreichen der geforderten Betriebstemperatur unter Berücksichtigung von Wetter und Rennstrecke notwendig. Die Lebensdauer ist hier jedoch von der streckenspezifischen Beanspruchung, Motorleistung und Fahrwerksabstimmung begrenzt. Bei Straßenfahrer werden Allround-Mischungen eingesetzt.

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