Ist das Fahrwerk-Tuning einzelner
Bereiche sinnvoll ?
Beim Fahrwerk-Tuning müssen immer alle 4 Tuning-Bereiche
(Geometrie, mechanischer Aufbau, Dämpfungselement und
Reifen) im Zusammenhang betrachtet werden. Werden nur Einzelbereiche
wie beispielsweise Dämpfungselemente oder Reifen betrachtet,
so kann dies in der Regel zu keinem maximalem Ergebnis führen,
da sich die unterschiedlichen Bereiche in einer Wechselwirkung
gegenseitig beeinflussen. Einzelbereichsoptimierungen führen
bei größeren Fehlstellungen durchaus zu Fahreigenschaftsverbesserungen.
Vermessung
der Geometrie
Dämpfungselemente
Vordergabel
Dämpfungselement
Federbein
Mechanischer
Aufbau LenkkopfLager
Mechanischer
Aufbau Radlager
Mechanischer
Aufbau Schwingenlager
Felge
mit Reifen
Gleiche Tuningsmaßnahmen
bei Motorrädern desselben Typs ?
Innerhalb des Fahrwerk-Tunings können bei typgleichen
Motorrädern kaum Ableitungen vorgenommen werden. Änderungen,
die sich bei einem Motorrad A als positiv auf die Fahreigenschaften
auswirken, müssen sich bei einem Motorrad B desselben
Typs nicht gleich positiv auswirken. Grund hierfür sind
auch die prozessbedingten Fertigungstoleranzen und die individuellen
Ansprüche, die an das Fahrwerk gestellt werden.
Wie werden Tuning-Maßnahmen
festgelegt ?
Basis für die empfohlenen Tuning-Maßnahmen sind
die Wünsche des Motorradfahrers hinsichtlich des Fahrverhaltens.
Schließlich sind die Ansprüche der Kunden an ein
Fahrwerk und somit an das Fahrverhalten unterschiedlich. So
legt beispielsweise ein Straßenfahrer die Schwerpunkte
auf Sicherheitsreserven und der Rennstreckenfahrer auf einen
kontrollierbaren Grenzbereich.
Bedeutet Fahrwerk-Tuning generell
den Einbau von neuen Komponenten ?
Durchführung von Optimierungsmaßnahmen bedeutet
nicht immer ein Austauschen von Teilen, wie beispielsweise
Federbeine oder Gabelinnereien. Auch durch korrektes Einstellen
der Geometrie mit den am Fahrwerk vorhandenen Mitteln wird
ein spürbarer Tuning-Erfolg herbeigeführt.